|

Liebe Leserin, lieber Leser Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe des Newsletters der Vision Alter in 2026! Wir freuen uns, Ihnen spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Projekte rund um das Älterwerden in Basel-Stadt präsentieren zu dürfen. Im Mittelpunkt steht die Neuausrichtung der Vision «Gut und gemeinsam älter werden im Kanton Basel-Stadt» ab 2026, bei der künftig drei zentrale Handlungsfelder – «Soziale Teilhabe und Quartierleben», «Mobilität öffentlicher Raum und Infrastruktur» sowie «Gesundheit, Wohnen und Unterstützung» – im Vordergrund stehen. In diesem Zusammenhang wird zudem über den Wechsel der Zuständigkeiten in der Koordinationsstelle Alterspolitik informiert. Wir berichten über die mobile Quartierarbeit in der Breite und im Lehenmatt. Diese bietet Seniorinnen und Senioren direkte Begegnungen, Vernetzung und Unterstützung. Weiter finden Sie einen Beitrag über den letzten Ergebnisbericht der Umsetzungsperiode 2021–2025 mit dem Titel «Wohnen und selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter». Darüber hinaus wird eine neue Weiterbildung für Apotheken vorgestellt, die Mitarbeitende darin schult, Anzeichen von Gewalt bei älteren Menschen zu erkennen und Betroffene gezielt zu unterstützen. Wir wünschen Ihnen ein gutes Neues Jahr, eine anregende Lektüre und freuen uns, wenn Sie diese Informationen in Ihrem Netzwerk weitergeben. Alterspolitik | bs.ch
|
|
Neuausrichtung der Visions-Umsetzung ab 2026
Die Vision «Gut und gemeinsam älter werden im Kanton Basel-Stadt» wurde in der ersten Umsetzungsperiode 2021-2025 in zehn Bereichen und mit zahlreichen Projekten umgesetzt. Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen und Erkenntnissen, den Ergebnissen der Bevölkerungsbefragung 55+ sowie den Altersstrategien anderer Schweizer Städte hat der Regierungsrat beschlossen, die Umsetzung ab 2026 auf folgende drei übergeordnete Handlungsfelder zu fokussieren: 1. Soziale Teilhabe, Partizipation und Quartierleben 2. Mobilität, öffentlicher Raum und Infrastruktur 3. Gesundheit, Wohnen und Unterstützung Für die Neuausrichtung werden verwaltungsinterne Arbeitsgruppen mit Fachpersonen der Departemente und Gemeinden gebildet. Ergänzend werden Workshops mit externen Stakeholdern durchgeführt. Auf Basis dieser Ergebnisse werden für jedes Handlungsfeld Aktionspläne erstellt, die konkrete Massnahmen, Zuständigkeiten und Zeitpläne enthalten. Die Pläne werden bis Ende 2026 dem Regierungsrat vorgelegt und bilden die Grundlage für die Umsetzung in den folgenden Jahren. Die Berichterstattung über die Fortschritte erfolgt weiterhin über den Jahresbericht des Kantons, den Newsletter der Alterspolitik, die offizielle Website sowie die jährlichen Netzwerkanlässe.
|
|
|
In eigener Sache - Wechsel der Zuständigkeiten im Rahmen der Neuausrichtung der Altersvision
Im Zuge einer Neuausrichtung der Vision «Gut und gemeinsam älter werden im Kanton Basel-Stadt» ab dem Jahr 2026 kommt es auch zu einer Anpassung der Zuständigkeiten in der Koordinationstelle Alterspolitik. Patrick Stirnimann, der seit Mai 2023 die operative Projektleitung innehatte, wird innerhalb des Gesundheitsdepartements neue Aufgaben übernehmen. Stephan Gassmann, der bislang die Gesamtverantwortung für die Alterspolitik trug, wird die Neuausrichtung künftig implementieren und übernimmt in diesem Zusammenhang auch die operative Projektleitung. Patrick Stirnimann konnte in den vergangenen zweieinhalb Jahren viele wertvolle Erfahrungen sammeln und Initaitven vorantreiben. Besonders schätzte er die konstruktive Zusammenarbeit mit den zahlreichen internen und externen Partnern, die zum Erfolg der ersten Umsetzungsperiode beigetragen haben. Mit Stephan Gassmann kann die nahtlose Weiterführung der Alterspolitik sichergestellt und das vorhandene Wissen rund um die Altersvision optimal genutzt werden. Dank seiner grossen Expertise in der Durchführung von Beteiligungsprojekten, der Umsetzungsplanung sowie bei Koordinationsaufgaben wird er die Neuausrichtung der Altersvision gezielt und wirkungsvoll vorantreiben.
|
Unterstützung der mobilen und aufsuchenden Quartierarbeit in der Breite und im Lehenmatt
Im Rahmen der Vision «Gut und gemeinsam älter werden im Kanton Basel-Stadt» wird die Entwicklung der mobilen und aufsuchenden Quartierarbeit in der Breite und im Lehenmatt in den kommenden zwei Jahren finanziell unterstützt. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Isolation vorzubeugen sowie Begegnung und Vernetzung im Quartier niederschwellig zu fördern – insbesondere für Seniorinnen und Senioren. Die Quartiere Breite und Lehenmatt sind gross und vielfältig. Viele Bewohnerinnen und Bewohner bewegen sich bewusst ausserhalb institutioneller Angebote und nutzen den öffentlichen Raum als Treffpunkt. Gerade bei den über 55-Jährigen – sie machen rund 30 Prozent der Quartierbevölkerung aus – besteht ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Kontakten, Austausch und Unterstützung. Die Erfahrungen der Pandemie haben diesen Bedarf zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig erreichen klassische Quartiertreffpunkte nicht alle Teile des Quartiers, insbesondere an den Randlagen. Die mobile Quartierarbeit setzt hier gezielt an: Mit einem mobilen Quartierbüro, regelmässig unterwegs mit Lastenrad oder zu Fuss, sind Fachpersonen direkt im Quartier präsent. Sie kommen mit der Bevölkerung ins Gespräch, informieren, vernetzen, begleiten und unterstützen bei eigenen Ideen. Zum Angebot gehören unter anderem Spiel- und Begegnungsnachmittage für Seniorinnen und Senioren, Themencafés, Aktionen im öffentlichen Raum sowie Vernetzungsanlässe mit Quartierinstitutionen. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht es, das bestehende Angebot weiterzuentwickeln, die Beziehungsarbeit im öffentlichen Raum zu festigen und die Massnahmen gezielt auszubauen. Zusammen mit weiteren Projekten im Bereich der Altersarbeit – wie dem Projekt «Altersgerechtes Wettstein» – dient die Förderung dazu, mobile und aufsuchende Ansätze der Altersarbeit im Kanton Basel-Stadt zu erproben, Erfahrungen zu sammeln und Erkenntnisse für eine mögliche Weiterentwicklung zu gewinnen. Damit leistet die mobile Quartierarbeit einen wichtigen Beitrag zur Selbsthilfe, Partizipation und Lebensqualität im Quartier – ganz im Sinne der kantonalen Altersvision.
|
 Ergebnisbericht zum Visions-Bereich: Wohnen und selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter
Wohnen ist im Alter weit mehr als eine Frage des Dachs über dem Kopf – es berührt zentrale Themen wie Selbstbestimmung, Sicherheit, soziale Teilhabe und Würde. Der vorliegende Ergebnisbericht beleuchtet diese Aspekte im Rahmen der Vision «Gut und gemeinsam älter werden im Kanton Basel-Stadt» und zeigt auf, wie ältere Menschen möglichst lange selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben können.
Der demografische Wandel verstärkt den Handlungsbedarf: Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter und wünschen sich, auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf zuhause zu bleiben. In Basel-Stadt lebt die grosse Mehrheit der über 65-Jährigen in der eigenen Wohnung. Gleichzeitig sehen viele ältere Menschen den Verbleib in der aktuellen Wohnung, die Bezahlbarkeit von Wohnraum oder einen möglichen Umzug als zentrale Herausforderungen. Barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum ist knapp, Umzüge sind organisatorisch wie emotional belastend, und soziale Isolation nimmt mit zunehmender Vulnerabilität zu.
Der Bericht zeigt, wie der Kanton diesen Herausforderungen mit einem breiten Instrumentarium begegnet: Wohnschutzbestimmungen sichern bestehende Mietverhältnisse, der gemeinnützige Wohnungsbau wird gezielt gefördert, und direkte Unterstützungsangebote – von Mietzinszuschüssen über Wohnberatungen bis hin zu Umzugshilfen – erleichtern den Zugang zu geeignetem Wohnraum. Ergänzt wird dies durch vielfältige Unterstützungsangebote zu Hause, etwa durch Spitex, Mahlzeitendienste, Transportangebote, Pflegebeiträge für Angehörige sowie Beratungen durch spezialisierte Fachstellen.
Darüber hinaus macht der Bericht innovative Projekte und Initiativen sichtbar, die das selbstbestimmte Leben im Alter stärken: quartierbezogene und aufsuchende/mobile Altersarbeit, neue Versorgungsmodelle und partizipative Forschungsprojekte zur Autonomie im Alter. Sie alle zeigen, dass Selbstständigkeit und Lebensqualität nicht nur durch Wohnformen, sondern auch durch soziale Kontakte, Teilhabe und gute Vernetzung entstehen.
Der Ergebnisbericht bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Alterspolitik ab 2026. Ziel bleibt, ein vielfältiges, bezahlbares und bedarfsgerechtes Wohn- und Unterstützungsangebot sicherzustellen – damit ältere Menschen in Basel-Stadt auch im hohen Alter selbstbestimmt, sicher und eingebunden leben können.
Anbei finden Sie den Ergebnisbericht: Wohnen und selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter.
|
Weiterbildung für Apotheken zur Erkennung von Gewalt in Paarbeziehungen bei Seniorinnen und Senioren
Gewalt in Paarbeziehungen betrifft Menschen aller Generationen, auch Seniorinnen und Senioren. Oft bleibt sie verborgen, weil Betroffene wenig über Hilfsangebote wissen oder aus Scham nicht nach Unterstützung suchen. Nationale Studien zeigen, dass Gewalt in älteren Paarbeziehungen häufig über Jahre besteht und gerade Übergangsphasen wie der Pensionierung bestehende Konflikte verstärken können. Apotheken spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle: Sie sind niedrigschwellige, vertrauensvolle Anlaufstellen im Alltag vieler älterer Menschen. Mitarbeitende dort kommen regelmässig mit älteren Kundinnen und Kunden in Kontakt und erkennen potenziell erste Hinweise auf gesundheitliche oder psychosoziale Probleme – auch auf häusliche Gewalt. Um diese Schlüsselrolle zu stärken, wurde ein neues digitales Schulungsmodul für Apothekerinnen, Apotheker und pharmazeutisches Personal entwickelt. Das eLearning-Programm sensibilisiert für die Thematik der Gewalt in Beziehungen bei älteren Menschen, vermittelt praxisnahe Instrumente zur Erkennung von Anzeichen und zeigt auf, wie Betroffene behutsam angesprochen und an spezialisierte Fachstellen weitervermittelt werden können. Das Schulungsmodul ist in der Westschweiz bereits in französischer Sprache verfügbar. Ab Februar 2026 wird eine deutschsprachige Version angeboten, an der sich auch der Kanton Basel-Stadt beteiligt, zusammen mit weiteren Kantonen wie Solothurn und Schaffhausen. Damit wird das Programm für das deutschsprachige Apothekenpersonal in der Region zugänglich und leistet einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Unterstützung – gerade für ältere Menschen, die Gewalt in ihrem Lebensumfeld erleben. Diese Initiative ergänzt bestehende Bemühungen, Gewalt im Alter sichtbarer zu machen und frühzeitig geeignete Hilfsnetzwerke zu etablieren. Durch gezielte Weiterbildung entsteht ein stärker vernetztes Fachpersonenfeld, das sensibel auf Bedürfnisse älterer Betroffener eingehen und passende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vermitteln kann. |
|
«gsünder basel»-Kurse für 2026
Das Kursprogramm 2026 von Gsünder Basel bietet eine vielfältige Auswahl an Bewegungs-, Entspannungs- und Wasserkursen für alle Altersgruppen und Fitnesslevels. Ob zur Förderung der Mobilität, Stressreduktion oder einfach für mehr Wohlbefinden – die Kurse lassen sich flexibel in den Alltag integrieren und erfordern keine Vorkenntnisse. Besonders geeignet sind sie für Senior:innen, die aktiv bleiben und Gemeinschaft erleben möchten. Entdecken Sie jetzt die Angebote und starten Sie gesund ins neue Jahr! Mehr Infos: gsuenderbasel.ch/kurse
|
|
Studie zur mobilen Altersarbeit
Die Paul Schiller Stiftung hat erstmals die mobile Altersarbeit systematisch untersucht – ein Ansatz, bei dem Fachpersonen aktiv auf ältere Menschen zugehen, Begegnungsorte schaffen und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen. Die Studie zeigt, wie mobile Angebote die Selbstbestimmung und Lebensqualität älterer Menschen stärken, Einsamkeit entgegenwirken und präventiv Betreuung unterstützen. Praxisbeispiele aus Aarau, Basel und anderen Regionen veranschaulichen, wie die mobile Altersarbeit erfolgreich umgesetzt wird. Mehr zur Studie: Mobile Altersarbeit in der Schweiz (PDF)
|
|
Ein Ort der Begegnung in Basel
Das neu eröffnete Socin Haus in Basel ist ein generationsübergreifender Wohn‑ und Begegnungsort, in dem ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und junge Erwachsene in eigenen Wohnungen zusammenleben und sich gegenseitig im Alltag unterstützen – ganz nach dem Community‑Care‑Modell. Herzstück ist ein öffentliches Café‑Bistro mit Backwerkstatt, in dem Senior:innen aktiv mitwirken und als Gastgeber:innen für das Quartier und die Stadt Gemeinschaft schaffen, Gespräche fördern und Einsamkeit vorbeugen. Die offizielle Eröffnung Mitte Oktober 2025 bot die Gelegenheit, das frisch sanierte Haus kennenzulernen, sich auszutauschen und neue nachbarschaftliche Kontakte zu knüpfen – ein bereichernder Schritt für ein lebendiges und inklusives Quartierleben
|
Kanton Basel-Stadt Gesundheitsdepartement Malzgasse 30 CH-4001 Basel +41 (0)61-267 90 00 www.bs.ch/alter
|
Wird unser Newsletter nicht richtig dargestellt, bitte die Ansicht im Browser wechseln.
|
Wenn Sie diese E-Mail nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hierabbestellen.
|
|